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BaföG, BAB & Co. – Welche Unterstützung steht mir zu?

Die Ausbildungsvergütung reicht nicht immer aus, besonders, wenn Miete, Fahrtkosten oder Schulmaterial dazukommen. Viele Azubis wissen gar nicht, dass sie Anspruch auf finanzielle Unterstützung haben könnten. Zum Glück gibt es in Deutschland verschiedene Fördermöglichkeiten für junge Menschen. Hier gibt’s den Überblick über die wichtigsten Hilfen während der Ausbildung.

Schüler-Bafög  ist für schulische Ausbildungen gedacht. Es sollte möglichst früh beantragt werden, maximal ein halbes Jahr vor Beginn der Ausbildung und muss nicht zurückgezahlt werden. Die Altersgrenze liegt bei 45 Jahren. Mit einem BAföG-Rechner lässt sich prüfen, ob ein Anspruch besteht.

Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) erhalten Auszubildende, die während ihrer Ausbildung einen eigenen Haushalt führen müssen und deren Ausbildungsvergütung nicht ausreicht. Voraussetzung ist, dass es sich um eine anerkannte Ausbildung handelt und die Ausbildungsstätte zu weit vom Elternhaus entfernt ist. BAB wird nicht für schulische Ausbildungen gezahlt.

Wohngeld kann beantragt werden, wenn kein Anspruch auf BAB oder Schüler-BAföG besteht. Es kommt beispielsweise bei einer zweiten Ausbildung oder bei nicht staatlich anerkannten Ausbildungen infrage. Auch hier gelten bestimmte Einkommens- und Fördergrenzen.

Kindergeld steht jungen Menschen in der Regel bis zum 25. Lebensjahr zu. Wohnen Azubis noch bei ihren Eltern, erhalten diese das Kindergeld. Leben sie bereits allein, wird das Geld häufig zur Unterstützung der Ausbildungskosten genutzt. Der Antrag wird bei der Familienkasse gestellt und kann bis zu sechs Monate rückwirkend eingereicht werden. Der Bezug von Schüler-BAföG schließt den Erhalt von Kindergeld nicht aus.

Das Ausbildungsstipendium (BAFF) bietet 1000 Stipendien für motivierte Auszubildende. Es umfasst eine monatliche Förderung von 300 Euro. Zusätzlich gibt es verschiedene Begabtenförderungswerke mit individuellen Angeboten und Zugangsvoraussetzungen.

Wo kann ich mich weiter informieren?

Wer unsicher ist, welche Unterstützung infrage kommt, sollte sich beraten lassen. Gute Anlaufstellen sind:

  • die Bundesagentur für Arbeit
  • das BAföG-Portal
  • Sozialberatungen an Berufsschulen
  • Ausbildungsberatungen der Kammern

Viele Anträge können inzwischen online gestellt werden.

Zuschüsse statt Schulden

Viele Förderungen für Azubis müssen nicht zurückgezahlt werden. Genau deshalb lohnt es sich, Anträge zu stellen – selbst wenn man unsicher ist, ob man Anspruch hat.


Text: Jessica Engel

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