Allgemein eigenleben erklärt

Jugendwörter im Laufe der Zeit

Jugendwörter sind aus der Gesellschaft nicht mehr weg zu denken, doch seit wann gibt es Jugendwörter, wie lange dürfen wir schon zum Jugendwort des Jahres abstimmen und gibt es überall Jugendwörter?

Jugendwörter gibt es bereits seit Jahrhunderten. Man konnte sie schon im 16. Jahrhundert beobachten. Jugendwörter werden benutzt, um sich von Erwachsenen abzugrenzen. Mittlerweile sind Jugendwörter allerdings häufiger im Gebrauch als früher. Außerdem sind sie oft viel internationaler.

Die Jugendsprache, wie wir sie kennen, gibt es nicht überall auf der Welt. Das Phänomen der Jugendsprache existiert in fast allen modernen Gesellschaften. Ob und wie sich eine spezifische „Jugendsprache“ entwickelt, hängt stark von der Kultur, den Medien und den gesellschaftlichen Strukturen eines Landes ab.

Bei uns wird sogar jährlich für das Jugendwort des Jahres abgestimmt. Seit 2008 entscheiden Jugendliche in Deutschland beim Langenscheidt-Verlag welches Jugendwort das beste ist. Lediglich 2019 gab es keine Wahl.

Hier sieht man eine Auflistung des „Jugendwort des Jahres“ im Verlauf.

2008 – Gammelfleischparty (Party für Menschen über 30 Jahren)

2009 – hartzen (Arbeitslos sein, „rumhängen“)

2010 – Niveaulimbo (Ständiges Absinken des Niveaus, aus dem Ruder laufende Partys und sinnlose Gespräche)

2011 -Swag ( Beneidenswerte, lässig-coole Ausstrahlung)

2012 – YOLO (Abkürzung von „you only live once“; Aufforderung, eine Chance zu nutzen)

2013 – Babo (Boss, Anführer, Chef)

2014 – Läuft bei dir (Wenn jemand Erfolg oder Glück hat. „Du hast es drauf!“, cool, krass; wird auch ironisch genutzt)

2015 – Smombie (Beschreibt Menschen, die durch ihr Smartphone so stark abgelenkt sind, dass sie ihre Umgebung kaum noch wahrnehmen)

2016 – fly sein (Etwas oder jemand geht besonders ab)

2017 – I bims („Ich bin´s“)

2018 – Ehrenfrau / Ehrenmann (Person, die eine ehrenhafte Gesinnung und Handlungsweise auszeichnet bzw. die etwas Tolles, Gutes oder Besonderes für jemanden getan hat)

2020 – lost (Ahnungslos, verloren, verirrt. Verwendung: „Du bist / ich bin total lost“)

2021 – cringe (Bezeichnung für etwas Peinliches, eine Situation oder Handlung einer Person, für die man sich fremdschämt)

2022 – smash (Mit jemandem etwas anfangen, jemanden attraktiv finden)

2023 – goofy (Tollpatschige, alberne Person oder Verhaltensweise, die andere amüsiert)

2024 – Aura (Bezieht sich (oft scherzhaft) auf die Ausstrahlung, das Charisma oder den Status einer Person)

2025 – das crazy (Ein Füllwort, wenn jemand nichts zum Thema sagen, aber freundlich bleiben möchte. Vergleichbar mit „Aha“ oder „Okay“)

2026 – steht noch nicht fest ( entweder Raigebait, Peak oder Crashout)


Text: Jessica Engel

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